Outdoorchef Davos PRO
Servus liebe Grillfans,
wir schauen uns heute den Davos bzw. Davos PRO von Outdoorchef an.
Outdoorchef ist hauptsächlich bekannt für seine Gaskugelgrills welche ungewohnt funktionieren, jedoch extrem vielseitig sind.
Die beiden Davos Modelle sind die neuesten Versionen der Gaskugel und dazu auch noch modular aufrüstbar.
Doch fangen wir von vorne an.
Wie immer gilt:
Das was hier geschrieben wird ist meine bzw. unsere ehrliche Meinung zu dem Grill. Die Quelle für technische Daten ist outdoorchef.com/de bzw. der Katalog. Die Quelle für den Rest ist unsere persönliche Erfahrung vom Auspacken bis zum Grillen. Wir hoffen euch helfen zu können.
Zunächst ein paar Daten:
Grillrost: Ø 57 cm
Brenner: Davos 1x Ringbrenner, Davos PRO 2x Ringbrenner
Breite: 105 cm
Tiefe: 83 cm
Höhe: 114 cm
Gewicht: Davos 28 kg / Davos PRO 39 kg
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Outdoorchef Davos
- Unterschrank mit Stoffverkleidung
(Vorne, Links & Rechts)
- 1 Edelstahl-Ringbrenner
Das haben beide Grills:
Optimierte Brenner mit Gourmet Burner Technology
- Ringbrenner aus Edelstahl
- Gas Safety System (GSS) Flame Guard
- Safety Light System (SLS) in allen Drehreglern
- Teilbarer, einschiebbarer Seitentisch
- Intelligenter Unterbau
- Elektrische Mehrfachzündung
- Gummierte, große Räder für mehr Beweglichkeit
- Modularität um den Grill den individuellen Bedürfnissen anzupassen
Outdoorchef Davos PRO
- Unterschrank komplett geschlossen
- Inkl. magnetisch gehaltener Tür
- Zusätzlicher Edelstahl-Ringbrenner für Niedertemperaturen
- Inkl. kleinem Spiegel zur Sichtkontrolle der Brenner
Gehen wir kurz die nicht selbsterklärenden Features durch:
Gas Safety System (GSS) Flame Guard: Dies ist eine extra Windgeschützte kleine Flamme. Man kann Sie sich wie ein im Betrieb durchgehend brennendes Feuerzeug vorstellen. Da diese Flamme kaum auszublasen ist, kann sie den Brenner nachzünden falls dieser ausgehen sollte.
Safety Light System (SLS) in den Drehreglern: Eigentlich sehr einfach. Sobald der Regler aufgedreht wird, leuchtet eine kleine LED im Knebel rot auf. So kann man leichter sehen ob der Regler offen steht oder nicht. Aber Achtung: Das bedeutet nicht, dass das Gas fließt! Nur dass der Regler bzw. das Ventil dahinter in offener Position ist und somit Gas strömen könnte.
Der Aufbau:
Bei der Größe des Grills wundert man sich schon über die Kompaktheit des Kartons. Natürlich super für den Transport, weniger super für den Aufbau. Denn es gibt eine Menge zu schrauben. Über 100 Schrauben sind allein für den reinen Grill ohne Anbaumodul zu verschrauben.
Mein Tipp: Nehmt euch an dem Tag an dem ihr den Grill aufbaut nicht anderes vor. Wenn ihr handwerklich geschickt sein, könnt ihr den Davos natürlich in recht kurzer Zeit zusammenbauen, aber ich denk die meisten sollten sich für den Grill (inkl. auspacken und Müll entsorgen) 2-3 Stunden frei halten. Für ein Anbauteil lieber 1 Stunde mehr.
Es ist nicht schwer die Davos aufzubauen, aber es ist einfach eine Menge zu machen.
Die Verpackungsmaße (BxHxT): 82 x 48 x 75 cm.
Der Aufbau ist jedoch im Vergleich zu anderen Grills auch komplett alleine zu bewältigen.
Das Äußere
Die Grills sind komplett in Schwarz gehalten. Mir persönlich gefällt der PRO mit seinem geschlossenen Unterschrank nochmal deutlich besser, aber das ist Geschmackssache.
Deckel und Kugel sind porzellanemailliert und somit glänzend, während das Gestell samt Tisch und Bedienfront matt sind.
Apropos Tisch: Der Seitentisch ist sehr interessant. Er kann auf beiden Seiten montiert werden. Links montieren macht nur Sinn wenn man ein Modul an der rechten Seite anbringt. Um den Grill mit den großen Rollen schieben zu können braucht man den Seitentisch oder ein Modul auf der rechten Seite.
Außerdem besteht er aus 2 Teilen. Das innere Teil kann einfach abgehoben und auf der Unterseite des äußeren Teils magnetisch angebracht werden. Dann lässt sich das ganze nach Innen schieben um platz zu sparen. Hab ich so noch nirgendwo sonst gesehen.
Eine 11 kg Gasflasche darf standardmäßig nicht in dem Grill stehen. Dafür gib es aber eine Lösung. Wie die aussieht seht ihr weiter unten im Artikel.
Die Bedienknebel des Grills sind meiner Meinung nach nicht die aller schönsten auf dem Grillmarkt aber vollkommen ok. Mit dem integrierten Safety Light System leuchten diese dann Rot sobald das Ventil offen steht. Die Batterien dafür sind im Knebel selber versteckt. Einfach den Knebel abziehen, 2 AAA Batterien tauschen und schon leuchten die Knebel wieder.
Das Innere:
Kugel und Deckel sind, wie man es von Outdoorchef kennt, porzellanemailliert.
In der Kugel sind 1 (Davos) oder 2 (Davos PRO) Edelstahl-Ringbrenner eingebaut.
Darüber befindet sich das einzigartige Trichtersystem von Outdoorchef.
Dieses Trichtersystem ist das Herzstück der Gaskugeln und sorgt für die unfassbare Vielseitigkeit.
Im Grunde ist es ganz einfach. Es gibt einen kleinen und einen großen Trichter. Der kleine Trichter bleibt immer in der gleichen Position und ist nur dafür da die Hitze zu verteilen und den Brenner zu schützen.
Darüber liegt der große Trichter. Dieser ist wendbar. Er kann durch die Drehung entweder für eine extrem gute indirekte Hitze sorgen (runder Brenner, runde Kugel, runder Trichter = nahezu perfekte Hitzezirkulation), oder auf kleinerer Fläche eine sehr Hohe und zentrierte Hitze zum Anbraten von Steaks, Kochen oder Woken.
Ach und natürlich sollte man zum Wenden des Trichters im Betrieb hitzefeste Handschuhe anziehen.
Der Davos PRO hat darüber hinaus auch einen kleinen Spiegel den man am Rand der Kugel einhängen kann. Klingt zuerst unnötig aber ist in der Tat ein tolles Feature. Durch die tolle Abschirmung durch die Trichter wird jedoch auch die Sicht auf die Brenner deutlich eingeschränkt. Dank dem kleinen Spiegel sieht man sehr gut ob die Brenner laufen bzw. auch wirklich gezündet haben oder nicht. Natürlich ist das kein Kaufargument aber eben ein kleines Zusatzfeature welches nicht unerwähnt bleiben sollte.
Die Module:
Das für die Meisten interessanteste Zusatzmodul ist das Blazing Zone Kit. Es wird an der rechten Seite montiert, dafür wandert der vorher dort platzierte Seitentisch auf die linke Seite.
Die Blazing Zone kann übrigens nur rechts montiert werden. Also theoretisch auch link, aber dann habt ihr 1. den Bedienknebel au fder falschen Seite (also hinten am Grill) und 2. keine Zündung im Modul. Die Zündkabel sind nicht lang genug um die Distanz von der linken Seite zu überbrücken.
Im Lieferumfang vom Blazing Zone Kit ist auch ein zusätzlicher Fuß dabei. Dieser muss am Grill montiert werden und verleiht im noch ein wenig mehr Stabilität.
Mit Temperaturen von bis zu 900°C können Steaks bei extremer Hitze scharf angegrillt werden um eine bestmögliche Maillar-Reaktion zu erreichen.
Zum Nachgaren dann einfach in die Kugel lege (bei indirekter Trichterposition) und warten bis die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist.
Extreme Hitze zum Angrillen gepaart mit einer tollen indirekten Hitze mit großem Temperaturbereich sorgen für die besten Steaks die ihr je gegessen habt - vorausgesetzt es wurde ordentlich gegrillt natürlich.
Also wer Steaks liebt für den ist diese Verbindung ein absoluter Traum. Dazu komm, dass man die Blazing Zone sogar sehr gut mit dem mitgelieferten Hitzeabweiser regeln kann und der Rost auf 2 Stufen höhenvestellbar ist.
Hierbei handelt es sich um ein Kochmodul, befestigt genauso wie die Blazing Zone.
Zu diesem Modul gibt es nicht viel zu sagen. Ein leistungsstarker Kocher welcher den Grill mehr in Richtung Outdoorküche verwandelt.
Den Gusseisenrost des Kochers kann man sogar auf 3 Stufen höhenverstellen.
Die niedrigste Stufe ist zum Woken oder Braten, die Mittlere zum Kochen und die Höchste zum Warmhalten. So deckt der Kocher ein sehr breites Temperatur-Spektrum ab.
Das waren die beiden "Hauptmodule" welche auch tatsächlich die Funktionen erweitern.
Ansonsten gibt es noch das 11 kg Gasflaschen Kti. Dieses Kit wird auf der linken Seite fixiert und sorgt dafür, dass dann eine 11 kg Gasfalsche am Outdoorchef Davos und Davos PRO genutzt werden darf. Wer hätte es gedacht.
Das sieht meiner Meinung nach aber nur bei dem Davos PRO gut aus. Dieser hat ja auch bereits einen unterschrank der Optisch angepasst ist.
Beim Davos stört mich die Stoffverkleidung im Gegensatz zum Blech des 11 kg Kits. Passt nicht ganz zusammen, aber ist nur optisch und auch nur meine Sicht.
Fazit:
Für wen sind die Davos von Outdoorchef generell interessant?
Für jeden der gerne und viel indirekt grillt. Das Gaskugelprinzip von Outdoorchef gibt es schon sehr lange und es hat sich über all die Jahre bewährt und wurde stetig leicht weiterentwickelt.
Verbunden mit der Modularität und den daraus entstehenden Freiheiten und der Möglichkeit sich seinen Grill an seine eigenen Bedürfnisse anzupassen bietet der Outdoorchef Davos und vor allem der Outdoorchef Davos PRO ein einzigartiges und unschlagbares Gesamtpaket.
Wer jedoch nicht viel mit indirektem Grillen anfangen kann, für den ist die Gaskugel nicht der richtige Grill. Daran ändert auch der Davos nichts.
Es ist und bleibt nun mal wie immer Geschmackssache.
Hier geht es zum: Outdoorchef Davos PRO
Wir hoffen, dass wir euch mit diesem "Artikel" etwas helfen konnten. Bitte bedenkt: Wir sind keine Redakteure oder ähnliches, wir möchten euch hier nur die Vor- und Nachteile und vor allem die Unterschiede zwischen den Grills erklären, da dort oft Fragen sind. Falls ihr euch die Grills mal "live" anschauen wollt, könnt ihr uns jederzeit gerne besuchen in der Augsburger Str. 10 a, in 82110 Germering. Vielen dank!