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Outdoorchef Lugano 570 G EVO II

Outdoorchef Lugano 570 G EVO II

Servus liebe Grillfans,

heute geht es um die vielleicht vielseitigste und kompakteste Outdoorküche überhaupt.

Der Outdoorchef Lugano EVO II ist funktionell außergewöhnlich. Wir schauen uns den Grill in diesem Artikel genau an und gehen auf alle Details genau ein.

 

Auch für diesen Beitrag gilt: Das was hier geschrieben wird ist meine bzw. unsere ehrliche Meinung zu dem Grill. Die Quelle für technische Daten ist outdoorchef.com/de bzw. der Katalog. Die Quelle für den Rest ist unsere persönliche Erfahrung vom Auspacken bis zum Grillen. Wir hoffen euch helfen zu können.


Zunächst ein paar Daten:

Leistung (Kugel): ca. 9,5 kW
Leistung Blazing Zone: ca. 3,4 kW
Leistung Seitenkocher: ca. 2,9 kW
Grillfläche Kugel: Ø ca. 54 cm
Grillfläche Blazing Zone: ca. 31 x 27 cm
Farbe: Schwarz / Edelstahl
Breite: 129/162 cm
Tiefe: 73 cm
Höhe: 110 cm
Gewicht: ca. 116 kg

Auch hier ist wieder wichtig: Schenkt den kW-Zahlen beim Grillkauf nicht zu viel Beachtung. Sie haben sehr oft keinerlei Aussagekraft bzgl. tatsächlicher Temperatur auf dem Grillrost. Dafür sind sehr viele verschiedene Faktoren entscheidend.


Also, was ist der Outdoorchef Lugano EVO II?

Er ist wenig überraschend der Nachfolger vom Outdoochef Lugano EVO und hat einige Veränderungen bekommen. Teils optisch, teils sogar neue Funktionen.

Angefangen mit dem Aufbau:

Der Grill ist zu einem großen Teil bereits aufgebaut. Vorteilhaft da man selber nicht mehr viel machen muss, zum Transportieren jedoch sehr schlecht. Der Grill im Karton hat quasi Euro-Palettenmaße: ca. 77 x 122 x 114,5 cm.

Den Lugano EVO II einfach mal so im Auto zu transportieren könnt ihr also vergessen. Ihr braucht einen Transporter, Hänger oder ähnliches.

Für alle im Großraum München empfiehlt sich hier natürlich unser Aufbau- & Lieferservice.
Mit dem müsst ihr euch keine Gedanken machen, sondern bekommt den Lugano einfach und bequem nach Hause geliefert. Getestet und Dichtgeprüft! Und eine Einweisung vor Ort gibt es natürlich auch.

Alle Info´s dazu findet ihr hier: Aufbau- & Lieferservice im Großraum München


Deutlich verbessert hat sich die Verpackung selber. Es kommt kein Styropor mehr zum Einsatz. Alles ist mit Kartons gelöst. Sehr gut!

Wichtiger Hinweis: Dem Grill liegt eine Powerbank bei (wozu erkläre ich später noch). Diese liegt ganz oben im Karton und ist sehr leicht zu übersehen. Wenn ihr den Grill selber auspackt achtet darauf.

Der Aufbau an sich geht dann relativ leicht von der Hand. Es gibt nicht besonders viel zu tun und die Anleitung ist auch vollkommen in Ordnung.

Rechnet hier für den Aufbau etwa 30 - 45 Minuten ein. Etwas mehr wenn ihr das Auspacken und Aufräumen mitrechnen wollt.

OUTDOORCHEF Lugano 570 G EVO II
Wenn der Grill dann aufgebaut ist habt ihr einen ordentlichen Brecher vor euch. Sehr viel Grill in ziemlich kompakter Bauweise.

Angefangen bei den Rollen. 4 Rollen sind unter dem Lugano EVO II montiert. Diese sind für einen halbwegs ebenen Boden auch vollkommen ausreichend. Über den Rasen wollt ihr diesen Grill allerdings nicht ziehen. Dafür sind die Rollen viel zu klein und der Grill viel zu schwer.

Dann haben wir drei Türen welche uns den Zugang zum Unterschrank ermöglichen. Der Lugano EVO hatte hier noch eine Tür und eine Schublade. Ich kann nur sagen zum Glück wurde das überarbeitet. So schön die Idee mit der Schublade war, es hat sich als absolut schlecht handhabbar herausgestellt. Mit den Türen ist es erheblich angenehmer. Dafür sind sie nicht mehr mit Soft-Close Scharnieren ausgestattet sondern halten magnetisch.

Auf der rechten Seite haben wir Platz für eine Gasflasche. Hier darf die 5, 8 oder sogar 11 kg Flasche genutzt werden und auch während dem Betrieb im Grill stehen. Über der Flasche findet man dann das Fettleitblech und die Fettauffangschale für die Blazing Zone. Zugang also natürlich von vorne. An der Tür sind dann auch noch Besteckhaken angebracht. An der linken seitenwand (also neben der Flasche) ist ein Halter für die Powerbank. Darüber wird die Beleuchtung des Grills mit Strom versorgt.


Auf der linken Seite wird es spannender. Angefangen mit 2 herausziehbaren Ebenen welche schwere Lasten aushalten. Hier sind auch vorgefertigte Halterungen für die große und kleine Plancha eingefasst. Praktisch, dass man da mal mitgedacht hat.

Auf der rechten Seiten sind Zubehörhalter angebracht. Hier können die 2 beiliegenden Deckel für den Kocher und die Blazing Zone verstaut werden sowie Zubehör wie ein Pizzastein oder der Grillrost.

Außerdem hat der Unterschrank eine Beleuchtung welche sich aktiviert sobald hier die Tür aufmacht (und die Powerbank eingeschaltet ist). Das wird über einen kleinen Schalter gesteuert. Nichts Besonderes aber funktioniert einwandfrei.

Über dem Regal ist die Fettschale für die Gaskugel angebracht. Ebenso einfach herausnehmbar wie auf der rechten Seite.



Gehen wir noch ein Stück nach oben dann sehen wir die Bedieneinheit. Komplett in Glas gefasst und optisch durchaus ansprechend.

Die Regler haben ganz neu eine Beleuchtung welche mit der Regelstellung mitgeht. Sobald ihr aufdreht leuchtet die Anzeige voll auf, regelt ihr runter geht das Licht sozusagen mit. Hab ich so noch nirgendwo sonst gesehen und gefällt mir wirklich gut. Ist aber selbstverständlich eine Spielerei und verbessert das Grillen keineswegs.

Auch eine Spielerei ist, dass das Outdoorchef Logo und der Lugano Schriftzug dann auch in Weiß leuchten. Ich mag solche Sachen einfach.


Für manche jedoch wichtiger ist der Seitentisch. Dieser ist an sich gleich geblieben, hat also die gleichen Dimensionen und die 5 Besteckhaken an der Front, ist jedoch auf die linke Seite gewandert. Warum werdet ihr später noch merken.
Aber natürlich ist der Seitentisch auch wieder abklappbar und das sogar gut. Wie beim Vorgänger liegt der Tisch schön an der Seite an und ist im abgeklappten Zustand oben schön geschlossen. Sieht sehr gut aus.


OUTDOORCHEF Lugano 570 G EVO II

Das Innenleben:

Kommen wir zum Innenleben bzw. zur Brennertechnik.

Der Lugano EVO II ist hier komplett anders aufgebaut als die meisten Grills.

Fangen wir rechts an. Hier sind 2 verschiedene Brenner unter den Deckeln versteckt.

Zum einen haben wir einen Seitenkocher. Dieser Seitenkocher hat einen auf 3 Stufen höhenverstellbaren Gusseisenträger. Das erweitert die Kochfunktionen enorm. Auf der niedrigsten Stufe kann man so Woken, auf der mittleren Stufe Kochen und auf der höchsten Stufe (also am weitesten von der Flamme entfernt) kann man wunderbar warmhalten. Die Besonderheit bei diesem Seitenkocher ist also gar nicht der Brenner selber sondern der Gusseisenträger in Verbindung mit der Halterung der Füße. Das ist auch die Neuerung zum alten Lugano EVO.

Weiter unten finden wir die Blazing Zone. Das ist ein bekannter Keramikbrenner welcher ca. 900°C erzeugt und primär dafür da ist um Steaks enorm scharf anzugrillen. Eingefasst ist die Blazing Zone in einem Alugusskorpus damit dort nichts rosten kann. Über der Blazing Zone liegt ein Edelstahlrost. Dieser ist auf zwei Stufen verstellbar.

Damit die Blazing Zone jedoch nicht nur für Steaks da ist,  gibt es hier noch eine Besonderheit. Es liegt noch ein Rost bei welches man deutlich höher legen kann und so weiter weg von der Flamme ist. Zusätzlich liegt dem Grill ein Hitzeschild bei. Wenn ihr das über den Brenner legt, dann habt ihr auf dem oberen Rost nur noch ca. 250 - 350°C und könnt so auch schonender angrillen. Es ist schon erstaunlich wie viele Kleinigkeiten in den neuen Lugano EVO II eingebaut wurden.

Und noch eine Sache die ich persönlich super finde: Der Anzünder. Normalerweise wird so eine Keramikzone mit einem Funken gezündet. Also eine Elektrode welche über dem Brenner liegt und funkt bis er entzündet. Hier ist jedoch ein cooles Teil eingebaut. Es gibt ebenfalls einen Funken, der zündet aber nicht den ganzen Brenner sondern 2 kleine Flammen welche dann wiederum auf den Brenner gehen. Vorteil: Das Zündverhalten ist um ein vielfaches Besser als per normalen Funken und selbst wenn ein Windstoß den Brenner ausmachen sollte (was zugegebenermaßen äußerst selten passiert) wird der Brenner durch die beiden Pilotflammen einfach wieder entzündet.

Die Steuerung der Blazing Zone und des Seitenkochers sind rechts am Grill angebracht. Das hat folgenden Grund: Ihr könnt die Outoorchef Plancha über die beiden Zonen stellen und könnt so vollflächig mit ihr arbeiten.
Die Hitzeverteilung sieht dann z. B. so aus, dass ihr über dem Seitenkocher eher weniger Hitze habt und über der Blazing Zone sehr heiße Temperaturen. So habt ihr einen Temperaturverlauf über die komplette Fläche. Damit man mit dieser großen Fläche auch ordentlich arbeiten kann ist der Grill eben darauf ausgelegt, dass man ihn dann von der rechten Seite bedient.

OUTDOORCHEF Lugano 570 G EVO II
Schauen wir uns nun die Gaskugel an. Generell gibt es hier nicht viel neues, ihr habt 2 Edelstalhbrenner in der emaillierten Kugel, einen kleinen und einen großen. Gegrillt wird primär mit dem großen Brenner. Der kleine ist Zusatz für geringe Temperaturen, Temperaturen die der große nicht erreicht weil er dafür zu stark ist.
Auch hier gibt es wieder die Pilotbrenner welche dafür sorgen, dass die beiden Brenner quasi nicht durch einen Windstoß ausgeblasen werden und die Brenner kein unverbranntes Gas ausströmen lassen.

Über den Edelstahlbrennern liegen wieder die beiden Trichter. Hier befindet sich die große Neuheit. Beide Trichter sind aus Edelstahl!
Bei allen anderen Gaskugeln von Outdoorchef sind die Trichter emailliert. Durch das Edelstahl werden sie sicherlich deutlich langlebiger.

Das Prinzip der Kugel ist natürlich gleich. Der kleine Trichter bleibt immer in der gleichen Position. Darüber liegt dann der große Trichter entweder in der Vulkanposition, das bedeutet dass die komplette Hitze in die Mitte geleitet wird und man so scharf angrillen oder auch woken kann, oder man legt ihn in die indirekte Position in der die heiße Luft komplett nach außen geleitet wird und man eine fantastische indirekte Hitze bekommt.

Da der Lugano EVO II eine Blazing Zone und einen Seitenkocher eingebaut hat braucht man den Trichter in aller Regel nicht in der Vulkanposition sondern lässt ihn einfach in der indirekten.
Ein Beispiel: Ihr Grillt euer Steak auf der Blazing Zone mit etwa 900°C ganz kurz an und legt es dann in die Gaskugel wo ihr es schön schonend mit perfekter indirekter Hitze ziehen lassen könnt bis die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist.
OUTDOORCHEF Lugano 570 G EVO II
Übrigens nochmal ein Punkt zur Beleuchtung. Der Outdoorchef Lugano EVO II hat unter dem Lugano Schriftzug einen Lichtsensor eingebaut. Dieser passt die Intensität der Beleuchtung automatisch an die Umgebungshelligkeit an.
Natürlich ein absolutes Must-have ohne das ihr nicht ordentlich grillen könnt.
OUTDOORCHEF Lugano 570 G EVO II

Fazit:

Der Outdoorchef Lugano EVO II ist die vielleicht kompakteste Outdoorküche der Welt.

Mit der einzigartigen Gaskugel, der Blazing Zone und dem Seitenkocher werden im Grunde alle Temperaturbereiche abgedeckt.
Das einzige was hier nicht ohne Weiteres funktioniert ist ein Drehspieß. Ansonsten kann der Grill wirklich alles (theoretisch ginge auch ein Drehspieß mit Zubehör von anderen Marken, dafür muss man jedoch die Deckelscharniere lösen).

Wer sehr viel Grill auf kleinem Raum haben möchte der ist hier genau richtig. Dieser Grill ist für Enthusiasten welche auf nichts verzichten möchten und wissen wie man mit den verschiedenen Grillzonen umgeht.

Ein Grill der meiner Meinung nach zu Unrecht etwas unterm Radar läuft.


Hier geht´s zum: Outdoorchef Lugano EVO II 



Wir hoffen, dass wir euch mit diesem "Artikel" etwas helfen konnten. Bitte bedenkt: Wir sind keine Redakteure oder ähnliches, wir möchten euch hier nur die Vor- und Nachteile und vor allem die Unterschiede zwischen den Grills erklären, da dort oft Fragen sind. Falls ihr euch die Grills mal "live" anschauen wollt, könnt ihr uns jederzeit gerne besuchen in der Augsburger Str. 10 a, in 82110 Germering. Vielen dank!

OUTDOORCHEF Lugano 570 G EVO II
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